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15.06.2006

Mini-Interview mit Karl-Walter Diess

Geschrieben am 15.06.2006, 18:46:40

Als kleines "Extra" Zwischendurch haben wir ein kleines Mini-Interview mit Karl Walter Diess, dem Sprecher des Man-at-arms in den Classic Hörspielen, durchgeführt. Wir wünschen euch viel Spass beim Lesen!


Vor einigen Tagen hatte ich die Gelegenheit, einen uns sehr gut bekannten Schauspieler und Hörspielsprecher zu treffen. Bei den Dreharbeiten zu einem Studenten-Kurzfilm, bei dem ich hinter den Kulissen aushalf, spielte Karl Walter Diess die Hauptrolle. Ich nutzte die Gelegenheit, um Herrn Diess einige Fragen zu stellen. Sonderlich viel ist bei diesem Mini-Interview zwischen Tür und Angeln, bzw. zwischen den Aufnahmen des Films, natürlich nicht passiert. Trotzdem ist das Interview bestimmt ganz interessant zu lesen. Viel Spass! Die wichtigste Frage, angesichts der derzeitigen weltpolitischen Situation: Werden wir Weltmeister? Ich tippe auf Brasilien. Sie haben, und das muss man neidlos gestehen, einfach die besten Spieler. Wenn kein Top-Spieler ausfällt, werden sie Weltmeister. Haben Sie sich damals beim Sprechen manchmal gedacht, "Kerl, was is' das bloß für'n Mist? Und dafür hab' ich 'ne Schauspielausbildung gemacht?" Nein, soetwas habe ich nie gedacht. Ich muss allerdings gestehen, dass ich keine grossartigen Erinnerungen mehr an speziell diese Sprecherarbeit habe. Sprechen sie die Fans von damals, die jetzt erwachsen sind, auf Ihre Mitwirkung an? Und können Sie sich bei solchen Gelegenheiten überhaupt an die "Masters of the Universe" erinnern, oder dauert's 'nen Moment, bis es dämmert? Es hat ein wenig gedauert, muss ich gestehen. Ich habe damals viele Hörspielsachen für Frau Körting (Europa) eingesprochen. Und auch an den Namen Man-At-Arms kann ich mich erinnern, sowie an einige Kollegen, zu denen ich aber leider keinen Kontakt mehr habe. Hören sich Ihre Kinder die alten Hörspiele an? Nein, dafür sind die wohl zu alt. Kennen Sie den Charakter Scare Glow? Nein, wer ist das? Wie ist die Verbundenheit damals zu MotU gewesen? War die HSP-Rolle nur als Job angesehen oder waren Sie selber begeistert von dem Spielzeug für Kinder? Ich wusste gar nicht, dass die Hörspiele zu einer Spielzeugserie entstanden. Hätten sie gerne auch eine Synchronstimme im MotU Realfilm übernommen? Die Verbundenheit zu MOTU kann ich nicht als so gross ansehen, als dass ich einen Synchronjob für den Realfilm lieber angenommen hätte als einen x-beliebigen anderen Job. Soll heissen: Hätte ich damals ein Angebot bekommen, hätte ich es auch gemacht. Wissen Sie, daß Ihre damaligen Kollegen Peter Passetti und Norbert Langer, und natürlich auch Sie selbst, durch diese Rollen warscheinlich bekannter wurden als durch sonst irgendeinen Job in ihrer Laufbahn? Das war mir nicht bewusst, aber es freut mich ungemein, dass unsere Leistungen so grosse Anerkennung erhalten haben. Wissen sie über den heutigen Kult der Masters? Ich gestehe dass ich sehr erstaunt und auch positiv überrascht bin über die grosse Fangemeinde. Wie hat MotU Ihr Leben beeinflusst? Es war einer von vielen Sprecherjobs, wirklich beeinflusst hat es mich höchstens dahingehend, dass ich jetzt weiss, dass es noch immer eine sehr grosse Fan-Gemeinde gibt. Und das finde ich erstaunlich. Wie sind sie eigentlich zu ihrem Job als Sprecher gekommen? Durch die Arbeit am Theater, welcher ich heute noch immer nachgehe, und durch meine Arbeit als Fernsehschauspieler war ich auch längere Zeit in Hamburg, und wurde dort für verschiedene Rollen in verschiedenen Serien gecastet. (Beispiele: MOTU, TKKG, Drei Fragezeichen...) Haben Sie Erfahrungen während und nach der Arbeit an den Classic-Hsps mit MotU gemacht? Wurden Sie z.B. drauf angesprochen, oder haben Sie etwas vom MotU-Hype z.B. durch Kinder miterlebt? Von besonderen Erfahrungen diesbezüglich kann man nicht sprechen. Wie stehen Sie selbst zu den Masters? Konnten Sie persönlich überhaupt etwas mit den Figuren anfangen, oder haben Sie durch die damalige Arbeit eine gewisse "Beziehung" zu der Rolle oder der ganzen Serie aufbauen können? Nicht wirklich, das war ein Job wie jeder Andere. Obwohl ich mich an meine Nebenrollen bei anderen Produktionen nicht mehr namentlich erinnere, den Namen Man-At-Arms kenne ich immerhin noch. Hat die Arbeit an den 37 Hörspielkassetten überwiegend Spass gemacht, oder wollten Sie auch schonmal das Handtuch schmeissen, weil es Ihnen zu blöd wurde? In der Regel gehe ich so professionell an meine Arbeit, dass ich nicht das Handtuch werfen würde, selbst wenn ein Script total blöd ist. Generell hat mir die Arbeit als Hörspielsprecher immer sehr grossen Spass gemacht, und das tut es auch heute noch. Wurden Sie vielleicht sogar inspiriert, die Figur, die sie sprachen, auch selber daheim aufzustellen, bzw. ihren Kindern zu kaufen? Wie gesagt, ich wusste gar nicht, dass die Serie auf Spielzeug basiert. Haben Sie noch Erinnerungen an fehlgeschlagene Szenen? Also Dinge die nicht immer gleich klappten? Verpatzte Szenen gab es mit Sicherheit, aber nach 20 Jahren habe ich leider keine Erinnerung mehr daran. Hatten Sie damals Ambitionen, noch über die 37 Folge hinaus weiter zu machen? Die Arbeit hat mir Spass gemacht, und sicherlich hätte ich meine Rolle auch noch weiter gesprochen, wenn die Serie weiterhin produziert worden wäre. Herr Diess, ich möchte Ihnen im Namen aller Masters-Fan für das profesionelle Mitwirken danken und die Mühen, die die Hörspiele zu dem gemacht haben, was sie heute sind. Vielen Dank.

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