He-Man.de28.07.2016

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Es war das Jahr 2002, das zum Epochenjahr werden sollte: Immerhin hatte der Spielwarengigant Mattel sich zu einer Neuauflage der Masters of the Universe entschlossen - eine kleine Sensation. Als Glücksfall für Fans und Mattel gleichermaßen erwies sich dabei, dass das Design der erfolgreichen Figurenreihe aus den 80er Jahren von den Four Horsemen besorgt wurde. Mit ihrer behutsamen aber dennoch charakteristischen Neugestaltung der Figuren gelang ihnen der schwierige Brückenschlag zwischen futuristischem Anspruch des neuen Jahrtausends und nostalgischer Schwärmerei.

Schnell sicherte sich Val Staples für MV Creations die Rechte an einer Comic-Serie und erfüllte sich damit einen lange gehegten Wunsch. Die Erwartungen von Seiten der Fans waren mindestens ebenso hoch wie die ehrgeizigen Anforderungen, die Staples an sich selbst erhob. Immerhin boten die Comics ein ideales Medium, um der Welt Eternias Leben einzuhauchen.

Mit einem Comic für die amerikanische Kaufhausreihe Target feierten Staples & Co. ihren Einstand. Als im November 2002 endlich die erste reguläre Ausgabe von Masters of the Universe in den amerikanischen Läden erschien, schoss sie unmittelbar auf Platz Eins der Verkaufsliste. Es folgten in loser Folge vier Reihen sowie einige wenige Sonderausgaben. Bald jedoch sollte sich zeigen, dass das Herzensprojekt von Staples aus verschiedenen Gründen unter keinem guten Stern stand:

Lange Wartezeiten zwischen den Einzelausgaben, die Konzeption als Fortsetzungsreihe sowie eine kaum zu überblickende Flut an Covervarianten trübten die anfängliche Freude zunehmend. Da die Handlung eher auf das erwachsene Fanpublikum angelegt war, konnte die eigentliche mattelsche Zielgruppe im Kindesalter überdies kaum erreicht werden.

Ohne Zweifel kann die 200Xer-Reihe auf Höhepunkte - künstlerisch und erzählend - verweisen. Den Spannungsbogen dauerhaft halten und inhaltlich stets überzeugen, misslang indes. Eine deutsche Veröffentlichung der zweiten Staffel ab August 2003 durch den Dino Verlag schaffte es immerhin nur auf fünf Ausgaben. Finanzielle Schwierigkeiten und zunehmende Lizenzrestriktionen führten im Dezember 2004 dann zum endgültigen Aus der gesamten Reihe. (LCM)

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